-20°C...

Hanno Foest wrote:
> \"Leibeigenschaft war die von Dir so hochverehrte staatliche Regierung.\"

Ach je, jetzt tut der Fußaufstmpfer, als verstünde er kein Deutsch mehr.

Langfassung:
Die Leibeigenschaft war eine Folge staatlicher Regulierung und
Gesetzgebung, deren Zweck es war, durch Verhindern der
marktwirtschaftlichen Freizügigkeit und freien Arbeitgeberwahl die
Lohnsteigerung zu begrenzen. Sie war eindeutig und keinesfalls das
Resultat irgendwelcher Marktprozesse.

Für Dich ist immer nur der Markt die Quelle allen Übels und das ist und
bleibt ganz einfach falsch. Ich erwarte nicht, von Dir im Volltext
zitiert zu werden, aber es hätte durchaus geholfen, den auszugsweise
zitierten Absatz wenigstens ganz zu lesen.


--
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Hanno Foest wrote:

Mir zu unterstellen, ich würde den Feudalismus verehren,

Das habe ich nicht getan, nicht ansatzweise, und ich kenne Dich als
intelligent uud lesefähig genug, daß Dir das klar sein muß.

Zitat
\"Leibeigenschaft war die von Dir so hochverehrte staatliche Regierung.\"

Leibeigenschaft ist keineswegs eine nur im Feudalismus zu findende
Abhängigkeitsform.
Die kommt auch im Sozialismus, im Faschismus, und in der Kombiform
vor, nämlich im derzeitig herrschenden Grünismus.

Grüße,
H.
 
Am 04.06.23 um 22:54 schrieb Christoph Müller:

Ich betreibe einen stromproduzierenden Heizkessel. Der ist aber nicht
inselfähig, sondern braucht ein Netz zur Führung. Leider bin ich nicht
Elektroniker genug. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man dem Teil
auch ein Netz vorgaukeln kann, um es inselfähig zu machen.

Ein inselfähiger Wechselrichter hat eine netzbildende Funktion. Er
braucht ausdrücklich nichts und niemanden, der ihm ein Netz
\"vorgaukelt\". Er bildet es selbst.

Die Inselfähigkeit ist i.W. (fast) ausschließlich eine Frage der
Software. In

K. De Brabandere. Voltage and Frequency Droop Control in Low Voltage
Grids by Distributed Generators with Inverter Front-End. PhD thesis,
Katholieke Universiteit Leuven, Leuven, Belgium, 2006.

kannst Du übrigens ab S. 31 gut nachlesen, wie die verschiedenen
Regelkonzepte für netzbildende, netzspeisende und netzstützende
Wechselrichter funktionieren.

Und wenn Du nicht so eine offensichtliche Aversion gegen Grundlagen
hättest, könntest Du Dir dort auch Anregungen dafür holen, mit welchen
Konzepten Du Deine Myriaden von stromproduzierenden Heizkesseln
ausstatten müsstest, damit Du die Nachfrage nach elektrischer Energie
abdecken könntest. Jedenfalls so, dass es grundsätzlich funktionieren
könnte, anstatt sich in arbiträrer Beliebigkeit an einem von irgendwem
irgendwann nach irgendwelchen Kriterien in den Wald gerufenen Preis zu
orientieren.

V.
 
Am 05.06.23 um 13:37 schrieb Axel Berger:

\"Leibeigenschaft war die von Dir so hochverehrte staatliche Regierung.\"

Ach je, jetzt tut der Fußaufstmpfer, als verstünde er kein Deutsch mehr.

Sagt der Typ mit obigem grammatikalischen Unfall.

Langfassung:
Die Leibeigenschaft war eine Folge staatlicher Regulierung und
Gesetzgebung,

Und jetzt mal Realität statt Irrsinn.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft#Entstehung

In diesem Kontext überhaupt irgendwas von Regierung und Regulierung zu
reden ist schon irre.

Deine lichten Momente werden weniger.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Am 05.06.23 um 13:44 schrieb Heinz Schmitz:

Leibeigenschaft ist keineswegs eine nur im Feudalismus zu findende
Abhängigkeitsform.
Die kommt auch im Sozialismus, im Faschismus, und in der Kombiform
vor, nämlich im derzeitig herrschenden Grünismus.

Der Gehirnamputismus hat sein Feindbild definiert: Alles
feudalkommunistische Judennazis.

Hanno

--
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moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Hanno Foest wrote:
> Sagt der Typ mit obigem grammatikalischen Unfall.

Tu nicht so als seien Dir im umgangssprachlicheh Deutsch ähnlich
strukturierte Sätze mit einem impliziten aber nicht gesprochenen \"die
Ursache für\" noch nie untergekommen.

\"Nachmittagsspitze sind die vielen Klimaanlagen\"

> https://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft#Entstehung

Immer ein guter Anfang, wenn man ohne Vorwissen in ein Thema neu
einsteigt. Das Standardwerk zum Thema, Henning: Deutsche Agrargeschichte
des Mittelalters (Stuttgart 1994), hat auf Seite 267 die Entwicklung
genau so wie ich sie aus dem Gedächtnis wiedergegeben hatte.

In diesem Kontext überhaupt irgendwas von Regierung und Regulierung zu
reden ist schon irre.

Wer oder was war denn Deiner Meinung nach zu der Zeit Regierung und
Gesetzgeber? Natürlich ist für Dich die Feudalherrschaft und ihr
Lehenswesen keine akzeptablke Regierung, die Partei der Arbeiterklasse
macht es in der Diktatur des Proletariats natürlich ganz anders und viel
besser -- bei nächsten Versuch jedenfalls, wenn man von allen
gescheiterten einmal absieht.

Es bleibt aber unwidersprochen und unwiderlegbar ein herrschaftlicher
Eingriff *gegen* die Marktmechanismen und diese Entwicklung dem Markt in
die Schuhe zu schieben bleibt peinliche Unwissenheit.


--
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Volker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de> wrote:
Die Inselfähigkeit ist i.W. (fast) ausschließlich eine Frage der
Software.

Und einer vorhandenen Trenneinrichtung, damit man bei Netzausfall
nicht in dieses zurückspeist.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | \" Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom \" |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG \"Rightful Heir\" | Fon: *49 621 72739834
 
Am 05.06.23 um 19:55 schrieb Axel Berger:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft#Entstehung

Immer ein guter Anfang, wenn man ohne Vorwissen in ein Thema neu
einsteigt.

\"Schon im Altertum war bei den germanischen Stämmen der Unterschied
zwischen Freien und Unfreien ausgeprägt. Die Entstehungsgründe der
Unfreiheit waren Kriegsgefangenschaft oder Unterdrückung, die dann durch
Geburt und Verheiratung weitergegeben wurde, und die freiwillige
Ergebung, die bereits bei Tacitus Erwähnung findet.\"

Es bleibt aber unwidersprochen und unwiderlegbar ein herrschaftlicher
Eingriff *gegen* die Marktmechanismen und diese Entwicklung dem Markt in
die Schuhe zu schieben bleibt peinliche Unwissenheit.

Du kannst sicherlich problemlos auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Am 06.06.23 um 12:53 schrieb Marc Haber:
Volker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de> wrote:
Die Inselfähigkeit ist i.W. (fast) ausschließlich eine Frage der
Software.

Und einer vorhandenen Trenneinrichtung, damit man bei Netzausfall
nicht in dieses zurückspeist.

.... die trivialerweise ohnehin vorhanden ist. Allein schon, damit man
sich im netzspeisenden Betrieb auf das Netz synchronisieren kann, bevor
man einspeist.

Aber Dir fallen bestimmt noch mehr Dinge ein, die ebenso trivialerweise
vorhanden sein werden :)

Gruß, V.
 
Am 06.06.23 um 18:18 schrieb Volker Staben:

Und einer vorhandenen Trenneinrichtung, damit man bei Netzausfall
nicht in dieses zurückspeist.

... die trivialerweise ohnehin vorhanden ist. Allein schon, damit man
sich im netzspeisenden Betrieb auf das Netz synchronisieren kann, bevor
man einspeist.

Balkonkraftwerke können das offenbar auch ohne Trenneinrichtung. Warum
das bei größeren Einheiten prinzipiell anders sein sollte ist unklar.

Aber Dir fallen bestimmt noch mehr Dinge ein, die ebenso trivialerweise
vorhanden sein werden :)

Vielleicht doch besser ein wenig kleinere Brötchen backen...

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Am 06.06.2023 um 20:06 schrieb Hanno Foest:
Am 06.06.23 um 18:18 schrieb Volker Staben:

Und einer vorhandenen Trenneinrichtung, damit man bei Netzausfall
nicht in dieses zurückspeist.

... die trivialerweise ohnehin vorhanden ist. Allein schon, damit man
sich im netzspeisenden Betrieb auf das Netz synchronisieren kann,
bevor man einspeist.

Balkonkraftwerke können das offenbar auch ohne Trenneinrichtung. Warum
das bei größeren Einheiten prinzipiell anders sein sollte ist unklar.

du hast
|Volker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de> wrote:
|> Die Inselfähigkeit ist i.W. (fast) ausschließlich eine Frage der
|> Software.

weggequotet und das obere Zitat ist von Marc, nicht von Volker. Dass da
etwas feht, kann man auch an den Quota-ebenen sehen.

Der Zusammenhang \"Inselfähig\" war in so fern wichtig, da Stecker-fertige
PV Anlagen (\"Balkonkraftwerke\") nicht Insel-fähig sind, somit ist der
Kontext gar nicht vorhanden. Sie müssen sich wie andere
Einspeisewechselrichter auch innerhalb von (IIRC) <=0,2s vom Netz
trennen - Netz- und Anlagenschutz.
Dass Netz-geführte Inselanlagen/Hybridwechselrichter einen gesonderten
Notstrom- oder Ersatzstromkreis haben, hat _damit_ erst mal nichts zu tun.
--
Thomas
 
Am 06.06.23 um 22:42 schrieb Thomas Einzel:
Am 06.06.2023 um 20:06 schrieb Hanno Foest:
Am 06.06.23 um 18:18 schrieb Volker Staben:

Und einer vorhandenen Trenneinrichtung, damit man bei Netzausfall
nicht in dieses zurückspeist.

... die trivialerweise ohnehin vorhanden ist. Allein schon, damit man
sich im netzspeisenden Betrieb auf das Netz synchronisieren kann,
bevor man einspeist.

Balkonkraftwerke können das offenbar auch ohne Trenneinrichtung. Warum
das bei größeren Einheiten prinzipiell anders sein sollte ist unklar.

du hast
|Volker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de> wrote:
|> Die Inselfähigkeit ist i.W. (fast) ausschließlich eine Frage der
|> Software.

weggequotet

spielt ja auch keine Rolle.

und das obere Zitat ist von Marc, nicht von Volker. Dass da
etwas feht, kann man auch an den Quota-ebenen sehen.

Eben. Wo ist das Problem?

Der Zusammenhang \"Inselfähig\" war in so fern wichtig, da Stecker-fertige
PV Anlagen (\"Balkonkraftwerke\") nicht Insel-fähig sind, somit ist der
Kontext gar nicht vorhanden.

Es geht ja auch nicht um Inselfähigkeit, sondern um Rückspeisefähigkeit.
Balkonkraftwerke sind das offenbar. Inselfähigkeit irrelevant.

Oder anders formuliert: Volker schreibt, daß eine Trenneinrichtung
ALLEINE SCHON vorhanden [sein muß], damit man sich im netzspeisenden
Betrieb auf das Netz synchronisieren kann. \"Alleine schon\" heißt
hinreichende Bedingung, andere Bedingungen (Inselfähigkeit, sonstwas)
nicht notwendig.

Sie müssen sich wie andere
Einspeisewechselrichter auch innerhalb von (IIRC) <=0,2s vom Netz
trennen - Netz- und Anlagenschutz.

Genau. Aber es braucht keine \"Trenneinrichtung, damit man bei
Netzausfall nicht in dieses zurückspeist\". Der Wechselrichter schaltet
sich ab, das war\'s.

Unter eine Trenneinrichtung verstehe ich etwas, was komplett elektrisch
trennt (Schalter mit Luftspalt). Das ist beim Balkonkraftwerk offenbar
nicht der Fall, weil es sich ja sonst nicht mehr aufsynchronisieren könnte.

Dass Netz-geführte Inselanlagen/Hybridwechselrichter einen gesonderten
Notstrom- oder Ersatzstromkreis haben, hat _damit_ erst mal nichts zu tun.

Keine Ahnung, worauf du hinauswillst...

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:
Oder anders formuliert: Volker schreibt, daß eine Trenneinrichtung
ALLEINE SCHON vorhanden [sein muß], damit man sich im netzspeisenden
Betrieb auf das Netz synchronisieren kann. \"Alleine schon\" heißt
hinreichende Bedingung, andere Bedingungen (Inselfähigkeit, sonstwas)
nicht notwendig.

Diese Trenneinrichtung ist üblicherweise im Wechselrichter. Das nützt
für einen Inselbetrieb nichts, hier muss das Netz des Hauses vom
öffentlichen Netz abtrennbar sein, damit der Wechselrichter ins
Hausnetz, nicht aber ins öffentliche Netz speisen kann.

Und das ist bei den mir bekannten Anlagen (das ist nur eine Handvoll,
aber trotzdem) durchweg nicht der Fall.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | \" Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom \" |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG \"Rightful Heir\" | Fon: *49 621 72739834
 
Thomas Einzel wrote:

Der Zusammenhang \"Inselfähig\" war in so fern wichtig, da Stecker-fertige
PV Anlagen (\"Balkonkraftwerke\") nicht Insel-fähig sind,

Könnten die das überhaupt jemals sein?
Und wen würden die dann speisen können?

Grüße,
H.

PS
Aber wer sein Geld zum Fenster rausschmeißen will, muss es doch
mit seinem Balkonkraftwerk nur noch direkt über die Brüstung werfen.
 
Am 06.06.23 um 23:44 schrieb Hanno Foest:

> Es geht ja auch nicht um Inselfähigkeit, [...]

Allein um Inselfähigkeit ging es. Der Kontext bestand in Christophs
Vorstellung, man könne einem Wechselrichter ein Netz vorgaukeln, um ihn
inselfähig zu machen.

Oder anders formuliert: Volker schreibt, daß eine Trenneinrichtung
ALLEINE SCHON vorhanden [sein muß], damit man sich im netzspeisenden
Betrieb auf das Netz synchronisieren kann. \"Alleine schon\" heißt
hinreichende Bedingung, andere Bedingungen (Inselfähigkeit, sonstwas)
nicht notwendig.

\"Muss allein schon deswegen vorhanden sein, damit man ... kann\"
beschreibt eine notwendige Voraussetzung. Aber geschenkt.


V.
 
Am 07.06.23 um 08:57 schrieb Heinz Schmitz:
Der Zusammenhang \"Inselfähig\" war in so fern wichtig, da Stecker-fertige
PV Anlagen (\"Balkonkraftwerke\") nicht Insel-fähig sind,

Könnten die das überhaupt jemals sein?

AFAIR gibt es sog. Balkonkraftwerke mit Speicher, der eine gesonderte
230V-Steckdose hat. Die kann eine Insellast versorgen, wird aber wohl
typischerweise von einen separaten netzbildenden Wechselrichter
gespeist. Ist möglicherweise bei der Jubelelektronik kostengünstiger.

> Und wen würden die dann speisen können?

Vielleicht die Insellast?

V.
 
Am 06.06.2023 um 23:44 schrieb Hanno Foest:
Am 06.06.23 um 22:42 schrieb Thomas Einzel:
....
Sie müssen sich wie andere Einspeisewechselrichter auch innerhalb von
(IIRC) <=0,2s vom Netz trennen - Netz- und Anlagenschutz.

Genau. Aber es braucht keine \"Trenneinrichtung, damit man bei
Netzausfall nicht in dieses zurückspeist\". Der Wechselrichter schaltet
sich ab, das war\'s.

Unter eine Trenneinrichtung verstehe ich etwas, was komplett elektrisch
trennt (Schalter mit Luftspalt). Das ist beim Balkonkraftwerk offenbar
nicht der Fall, weil es sich ja sonst nicht mehr aufsynchronisieren könnte.

Gut, es ging dir also nur darum dass der NA Schutz keine
Trenneinrichtung ist - das ging für mich aus dem etwas unübersichtlichem
Thread nicht hervor. Ok.
--
Thomas
 
Volker Staben schrieb am Mittwoch, 7. Juni 2023 um 15:46:30 UTC+2:
Am 07.06.23 um 08:57 schrieb Heinz Schmitz:
Der Zusammenhang \"Inselfähig\" war in so fern wichtig, da Stecker-fertige
PV Anlagen (\"Balkonkraftwerke\") nicht Insel-fähig sind,

Könnten die das überhaupt jemals sein?
AFAIR gibt es sog. Balkonkraftwerke mit Speicher, der eine gesonderte
230V-Steckdose hat. Die kann eine Insellast versorgen, wird aber wohl
typischerweise von einen separaten netzbildenden Wechselrichter
gespeist. Ist möglicherweise bei der Jubelelektronik kostengünstiger.
Und wen würden die dann speisen können?
Vielleicht die Insellast?

V.
Meine PV Insellösung hat zwei Stränge mit jeweils drei 400W Panel die in Reihe max 120V liefern.
Drei Akkus mit jeweils 3,5KW Kapazität liefern den Strom für meine Nebengebäude und laden mein
Emobil Ari Pickup mit 2,2Kw. Falls der PV Strom nicht ausreicht schaltet der WR automatisch auf
Bypaß zum öffentlichen Netz.
 
Am 06.06.23 um 20:06 schrieb Hanno Foest:
Am 06.06.23 um 18:18 schrieb Volker Staben:

Und einer vorhandenen Trenneinrichtung, damit man bei Netzausfall
nicht in dieses zurückspeist.

... die trivialerweise ohnehin vorhanden ist. Allein schon, damit man
sich im netzspeisenden Betrieb auf das Netz synchronisieren kann,
bevor man einspeist.

Balkonkraftwerke können das offenbar auch ohne Trenneinrichtung. Warum
das bei größeren Einheiten prinzipiell anders sein sollte ist unklar.

???

Aber Dir fallen bestimmt noch mehr Dinge ein, die ebenso
trivialerweise vorhanden sein werden :)

Vielleicht doch besser ein wenig kleinere Brötchen backen...

jaa, man kann alles auch kompliziert machen, indem man Kontexte
verändert oder verengt.

Ein inselfähiger Wechselrichter braucht allein wegen der Inselfähigkeit
keinen gesonderten Netztrenner. Damit er in eine Insel einspeisen kann,
braucht es trivialerweise zunächst eine Insel. Und eine Insel hat
definitionsgemäß keine anderen Einspeiser und ist zudem definitionsgemäß
von allem getrennt, was nicht zur Insel gezählt wird - da braucht es
keinen Trenner.

Aber: Wenn man allerdings die Insel erst herstellen muss, dann muss man
die Insel trivialerweise erst herstellen - also entsprechende
Schaltvorgänge vornehmen. Die müssen aber nicht unbedingt im
Wechselrichter geschehen, sondern z.B. am Ortsnetztrafo, wenn die Insel
aus einem Ortsnetz bestehen soll, das bei Ausfall des übergeordneten
Netzes versorgt werden soll.

Um in eine Insellast oder in ein Netz (dann netzspeisend oder
netzstützend) _nicht_ einzuspeisen, braucht es ebenfalls keine
Trenneinrichtung. Da reicht es, einfach die Halbleiterbrücke komplett in
den TriState zu schalten.

Unbenommen bleibt, dass es andere Gründe geben mag, um eine
(insbesondere galvanisch trennende) Schaltvorrichtung _im_
Wechselrichter zu wollen. Und sei es nur, um unter Last galvanisch
trennen zu können.

Das alles hat nichts mit dem originalen Kontext zu tun. Der bestand in
Christophs Vorstellung, man könne einem Wechselrichter ein Netz
vorgaukeln, um ihn inselfähig zu machen. Was auch immer \"vorgaukeln\"
sein soll - nein, das Netz bildet er schon ganz alleine.

Gruß, V.
 
Am 07.06.2023 um 08:57 schrieb Heinz Schmitz:
Thomas Einzel wrote:

Der Zusammenhang \"Inselfähig\" war in so fern wichtig, da Stecker-fertige
PV Anlagen (\"Balkonkraftwerke\") nicht Insel-fähig sind,

Könnten die das überhaupt jemals sein?

Technisch natürlich, es wäre dann einfach nur ein kleiner
Hybridwechselrichter plus Akku, aber rechtlich erlaubt vermutlich nicht
- wir werden sehen was da Zukunft noch alles passiert oder auch nicht
passiert.

> Und wen würden die dann speisen können?

Im Inselfall? Zumindest für Licht und laden im Haushalt des Besitzers
würde es reichen bis der Akku alle ist.

Aber wer sein Geld zum Fenster rausschmeißen will, muss es doch
mit seinem Balkonkraftwerk nur noch direkt über die Brüstung werfen.

Wenn du meinst...
--
Thomas
 

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